(Review) Saints Row: The Third

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Orochi-Zero
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(Review) Saints Row: The Third

Postby Orochi-Zero » 15. February 2012 21:27

Die "Third Street Saints" sind wieder da und mit ihnen halten erneut Chaos, Action und jede Menge Unsinn Einzug in Steelport. Doch unterscheidet sich der dritte Teil der Serie von seinen Vorgängern?

Wir blicken zurück in das Jahr 2008, als Saints Row 2 erschien. Vor drei Jahren erlebten wir als Spieler mit, wie der Hauptheld der Saints Row Serie aus seinem Koma erwachte und nach einer actionreichen Gefängnisflucht feststellen musste, dass Steelport nicht mehr den Saints gehörte. Nach der Gründung einer neuen Bande wurden die konkurrierenden Gangs der Reihe nach ausgemerzt und zum Schluss entledigte man sich noch Ultor, dem damaligen größten Feind der Saints. Doch was geschah dann? Zwischen den Ereignissen von Saints Row 2 und Saints Row: The Third sind einige Jahre vergangen und die Saints machen das große Geld mit Markenklamotten, Energy Drinks und Merchandising. Kurz gesagt: Die Saints sind nicht mehr das, was sie mal waren. Und als noch ein gut geplanter Banküberfall schief geht, ist alles aus...

Eigentlich sollte es wie in den guten, alten Zeiten werden. Typisch für die Serie ist bereits der Raubüberfall nicht ernst zu nehmen, da alle vier Saints sich als Johnny Gat Maskottchen verkleiden und während des Überfalls auch noch Autogramme geben und sich fotografieren lassen. Die Bankangestellten entpuppen sich als eiskalte Revolverhelden, die in bester Action-Manier wild um sich ballern. Da hilft nur eins, der gesamte Tresor wird einfach mal stilecht heraus gesprengt und am Stück mit einem Hubschrauber abtransportiert... bis die Sondereinsatzkommandos der Polizei eintreffen und man verhaftet wird.

Nun ist die Einführungsmission vorbei und man kann in altbekannter Saints Row Manier seinen eigenen Charakter erstellen. Sowohl Geschlecht als auch ethnische Zugehörigkeit lassen sich auswählen als auch Körperbau, Umfang und optisches Alter. Selbst den Brustumfang kann man einstellen. Der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt. Anschließend geht es direkt mit der Einführung der neuen Gegenspieler ein, die sich als "Syndikat" heraus stellen. Diesem Syndikat sind drei Gruppierungen unterstellt, die sich mal wieder die Stadt untereinander aufgeteilt haben.

Nach einer actionreichen Flucht und eingefrorenen Konten stehen die Saints mal wieder mittel- und geldlos da und müssen sehen, wo sie bleiben. Ab hier wird Saints Row: The Third seinen Vorgängern treu, was die offene Spielwelt und verrückten Möglichkeiten betrifft. Es ist einem frei überlassen, ob man zunächst auf Erkundungstour geht, sich durch die von Anfang an komplett frei begehbare Spielwelt durchschlägt und alle Geschäfte, Aktivitäten und Immobilien anschaut oder sich gleich in die nächste Mission stürzt.

Die Missionen, die nach und nach die Story von Saints Row: The Third voran treiben, setzen den Missionen vom Vorgänger mehr als einen drauf. Während man zunächst einfach nur gegen normale Bandenmitglieder in den Krieg zieht, hat man es später mit Zombies zu tun, die durch einen Chemieunfall zum Leben erwachen oder mit Supersoldaten, die mit Laserwaffen und High-Tech Fahrzeugen versuchen, einem das virtuelle Leben schwer zu machen.

Was den Spielablauf und vor allem das Erobern der einzelnen Stadtgebiete betrifft, hat sich Saints Row: The Third gegenüber seinem Vorgänger deutlich verbessert. Während man dort nach und nach einzelne Gebiete zurück eroberte, indem man lediglich die Missionen der einzelnen Banden absolvierte, hat man es nun einfacher. Es reicht aus, wenn man ein Geschäft übernimmt, eine Aktivität absolviert oder als Neuerung eine Bandenoperation zerschlägt sowie eine Immobilie aufkauft. Ebenfalls neu sind die so genannten Überlebens-Missionen, die zufällig stattfinden und die Missionen des Vorgängers ersetzen, wo die Banden versucht haben, ihre Gebiete zurück zu erobern.

Ebenfalls neu ist das erweiterte Handy, auf dem man jederzeit Zugriff auf die bekannten Prügelknabenziele und Werkstattaufträge hat sowie auf Herausforderungen, die in etwa darin bestehen, 30 Spezialisten jeder feindlichen Gang zu töten oder bestimmte Stunts auszuführen. Bei den Aktivitäten gesellt sich Professor Genki hinzu. Dabei handelt es sich um eine Unterhaltungsshow, in der man die Aufgabe hat, sich durch ein Level zu bahnen, Maskottchen und Tafeln abzuschießen und unter Zeitdruck das Ziel zu erreichen.

Die anderen Aktivitäten kennt man bereits aus dem Vorgänger. Bei "Versicherungsbetrug" wirft man sich in Kamikazemanier vor das nächste Auto, um anschließend durch die Luft katapultiert zu werden und die Stadt von oben zu betrachten oder man springt von der nächsten Brücke. "Vandalismus" bekommt als Extra noch den "Panzer-Vandalismus". Außerdem muss man mit dem Auto durch die Gegend fahren, während man auf dem Beifahrersitz einen Tiger oder ein anderes Raubtier sitzen hat. Dafür sucht man vergebens nach der Aktivität "Septischer Rächer".

Mit dem Geld, das man durch das Absolvieren der verschiedenen Aktivitäten oder als regelmäßige Mieteinnahmen bekommt, kann man seine Figur verbessern. Egal ob mehr Lebensenergie, mehr Ausdauer, weniger Schaden durch Schusswaffen oder Feuer, fast alles ist dabei. Zusätzlich kann man die Fähigkeit freischalten, zwei Pistolen oder Maschinenpistolen gleichzeitig zu tragen oder unbegrenzte Munition zu haben.

Während der Soundtrack genauso gut ist wie im Vorgänger, kann man bei der Grafik eindeutig erkennen, dass sie besser geworden ist. Außerdem bringt Saints Row: The Third viele spielerische Neuheuten mit sich, wodurch man auch noch nach der Hauptstory sehr lange "in der Stadt" bleiben wird, um unter anderem verschiedene Sammelobjekte wie Gummipuppen oder Geld einzusacken.


Fazit:

Saints Row: The Third hat ordentlich zugelegt und ist auf jedem Fall allen zu empfehlen, die sowohl auf Action als auch auf Open World Spiele stehen und eine Schwäche für übertriebenen Humor und Parodien an jeder Straßenecke haben.


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